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Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren
Artur Sommerfeld
Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren immer mehr Hausbesitzer von vornherein, und das aus gutem Grund: Die Wärmepumpe braucht Strom, das eigene Dach liefert ihn. Wie viel Heizstrom die Anlage tatsächlich deckt, fällt allerdings nüchterner aus, als viele erwarten. Wir zeigen Ihnen, welchen Nutzen die Kombination realistisch bringt und worauf es bei der Planung ankommt.
Warum beide Systeme so gut zusammenpassen
Eine Wärmepumpe heizt nicht mit Strom, sondern mit Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Den Strom benötigt sie nur, um diese Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau zu heben. Wie gut ihr das gelingt, beschreibt die Jahresarbeitszahl. Das Fraunhofer ISE hat dafür vier Jahre lang 77 Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern vermessen und kommt auf einen Durchschnitt von 3,4 bei Luft-Wasser-Wärmepumpen und 4,3 bei Erdreichwärmepumpen. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also gut drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde wirkt damit mehrfach, und genau das macht die Kombination rechnerisch so reizvoll.
Wie viel Solarstrom die Wärmepumpe wirklich nutzt
An dieser Stelle rechnen viele Angebote zu optimistisch. Wärme brauchen Sie im Winter, Solarstrom fällt im Sommer an. In derselben Untersuchung erreichten Gebäude mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpe ohne Batteriespeicher einen Autarkiegrad von 25 bis 40 Prozent. Mit Speicher verschob sich der Bereich auf 32 bis 62 Prozent. Ihre Anlage übernimmt also einen erheblichen Teil der Versorgung, ersetzt den Netzbezug in der Heizperiode aber nicht vollständig. Diese Erwartung sollten Sie von Anfang an mitdenken, dann trägt die Rechnung auch nach zehn Jahren noch.
Im Altbau funktioniert das ebenfalls
Viele Eigentümer älterer Häuser zweifeln, ob sich eine Wärmepumpe ohne Komplettsanierung trägt. Die Messreihe des Fraunhofer ISE umfasste Gebäude mit Baujahren von 1826 bis 2001 und fand keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz. Ausreichend große Heizkörper lassen sich im Mittel mit ähnlich niedrigen Vorlauftemperaturen betreiben wie eine Flächenheizung. Ein elektrischer Heizstab sprang bei den vermessenen Luft-Wasser-Anlagen nur für 1,3 Prozent der Stromaufnahme ein. Entscheidend ist weniger das Baujahr als die saubere Auslegung von Wärmepumpe, Heizflächen und Speicher.
Die passende Anlagengröße
Eine Wärmepumpe hebt den Stromverbrauch eines Einfamilienhauses spürbar an, je nach Dämmstandard und Wohnfläche um mehrere tausend Kilowattstunden im Jahr. Entsprechend größer fällt die Anlage aus. Als Faustregel gelten zwei bis drei Kilowatt Peak je 1.000 Kilowattstunden Heizstrombedarf. Für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe landen Sie damit meist bei 10 bis 15 kWp statt der sonst üblichen 5 bis 7 kWp. Ein Stromspeicher mit 8 bis 12 Kilowattstunden ergänzt das System sinnvoll, weil er den Solarstrom vom Nachmittag in die kalten Abendstunden trägt.
Steuerung, Zähler und Netzentgelte
Den größten Hebel bringt die Abstimmung beider Systeme. Ein Energiemanagement hebt die Solltemperatur von Heizung und Warmwasserspeicher an, sobald die Anlage Überschuss liefert, und legt die Energie so als Wärme ab. Seit 2024 gelten Wärmepumpen ab 4,2 Kilowatt zudem als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Paragraf 14a EnWG. Im Gegenzug für die Steuerbarkeit durch den Netzbetreiber erhalten Sie reduzierte Netzentgelte, wahlweise als pauschaler Abschlag oder als prozentuale Reduzierung mit separatem Zähler. Welche Variante günstiger ausfällt, hängt vom Heizstromverbrauch und vom gewählten Messkonzept ab.
Förderung für den Heizungstausch
Den Tausch der alten Heizung fördert die KfW mit einem Zuschuss. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, dazu kommen ein Klimageschwindigkeits-Bonus von 16 Prozent und je nach Haushaltseinkommen ein Einkommens-Bonus. Maximal sind 80 Prozent möglich, bezogen auf förderfähige Höchstkosten von 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Die Photovoltaikanlage selbst fällt nicht unter dieses Programm, profitiert beim Kauf aber weiterhin vom Nullsteuersatz.
Beides aus einer Hand bei Biber Photovoltaik
Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren Sie am besten von Anfang an gemeinsam, denn Anlagengröße, Speicher und Steuerung hängen unmittelbar zusammen. Biber Photovoltaik plant und installiert seit mehr als 20 Jahren aus dem Herzen Deutschlands und liefert Ihnen Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe aus einer Hand. Unsere TÜV-zertifizierten Fachberater kommen kostenlos zu Ihnen, prüfen Dach und Heizung vor Ort und rechnen Ihnen durch, welche Auslegung sich für Ihr Haus trägt. Vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen Beratungstermin und lassen Sie sich von unseren Experten beraten.